Autor: Jenny

Belichtungsreihen

Momentan herrscht bei uns das herrlichste Aprilwetter. Erst schüttet es wie aus Eimern und dann reißt plötzlich der Himmel auf, die Sonne scheint und alles strahlt und glänzt satt und grün um uns herum – das ideale Licht, um einmal eine Belichtungsreihe auszuprobieren. Hierzu habe ich mir schnell mein Stativ geschnappt und bin nur hinter unser Haus in den Garten gegangen, wer weiß wie lange diese tolle Lichtstimmung so bleibt wie sie ist.

Das Bild habe ich mit meinem Sigma 10-20 mm mit einem zusätzlichen Polfilter aufgenommen. Meine Nikon kann automatisch eine Belichtungsreihe aufnehmen, hierfür macht sie drei Bilder, eins korrekt belichtet, eins über- und eins unterbelichtet. Wie stark die Kamera über- oder unterbelichten soll, kann man vorher festlegen. Natürlich kann man eine solche Belichtungsreihe auch manuell fotografieren. Das würde ich gern beim nächsten Mal machen. Ich würde auch mehr Belichtungsstufen aufnehmen als nur drei, einfach um zu sehen, wie sich das im fertigen Bild hinterher auswirkt oder ob drei verschiedenen Belichtungen wirklich ausreichend sind. Das kommt wahrscheinlich ganz stark auf das jeweilige Motiv an.

Für einen ersten und ganz spontanen Versuch mit einer Belichtungsreihe bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Mit nur einer einzigen  Aufnahme wäre entweder das Gras im Vordergrund viel zu dunkel geraten und dafür wäre der Himmel korrekt belichtet oder das Gras wäre vernünftig dargestellt und dafür würde der Himmel gnadenlos überbelichtet und ausgefressen sein. In Lightroom habe ich die drei Bilder zusammengefügt und hinterher nur noch ein bisschen nachgeschärft, das war eine Sache von ein paar Minuten. Was sagt ihr, habt ihr solche Belichtungsreihen selber auch schon umgesetzt?

Burger’s Zoo

Den Burger’s Zoo in Arnheim wollten wir schon lange einmal besuchen. Im letzten Urlaub war es endlich soweit und wir haben online Karten gekauft, die Fototasche gepackt und sind bei schönstem Frühlingswetter aufgebrochen. Schon gleich der Parkplatz hat uns gut gefallen, er liegt unter vielen Bäumen, so dass das Auto auch im Sommer auf jeden Fall immer im Schatten parken kann. Das Betreten des Zoos war kein Problem, auf dem Handy haben wir die EAN-Codes unserer Online-Bestellung vorgezeigt und mussten so gar nicht erst an der Kasse anstehen.

Gleich hinter dem Eingang wird man von einer fröhlichen Gruppe kleiner Schwarzfuß-Pinguine begrüßt. Direkt fällt auf, wie offen, modern und freundlich der Park und die Gehege gestaltet sind. Der Zoo ist in verschieden Bereiche unterteilt (Park, Safari, Rimba, Bush, Desert und Ocean), welche von sogenannten „Öko-Displays“ gekrönt werden. Hierbei handelt es sich um Häuser, die passend zu den verschiedenen Klimazonen unserer Erde gestaltet sind. Im Öko-Display „Desert“ findet man eine wunderschön angelegte Wüstenlandschaft, der „Bush“ ist das Tropenhaus mit dem entsprechenden feucht-warmen Klima, der „Ocean“ das Aquarium mit einer sehr beeindruckenden Vielzahl an Aquarien und „Mangrove“ stellt das Ökosystem der Mangrovenwälder im Gezeitenbereich zwischen Küste und Meer dar. Spannend sind auch die Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Häusern. Hier lassen sich Edelstein-Höhlen entdecken, man stolpert im Halbdunkel über allerlei Krabbel- und Spinnentiere in ihren Terrarien und generell fühlt man sich wie ein Forscher, der ein unterirdisches Höhlensystem entdeckt. Hinter jeder Kurve wartet eine neue Überraschung. Hier sieht man, wie viel Liebe und Aufwand in die Gestaltung des Zoos investiert wurde. Natürlich kann man auch auf anderen Wegen zu den einzelnen Öko-Displays gelangen, man muss nicht durch unterirdische Gänge gehen, wenn man das nicht möchte.

 

Alles in allem haben wir ungefähr 6 Stunden im Burger’s Zoo verbracht und ich könnte jederzeit wieder hinfahren und die Tiere beobachten. Im Bereich Safari konnten wir eine Geparden-Fütterung verfolgen, von einer erhöhten Plattform aus hat man einen idealen Überblick über den Bereich, der von Zebras und Giraffen bewohnt wird und die Löwen haben die ersten Sonnenstrahlen genossen, die ihnen auf den Pelz schien. 

Im „Park“ haben wir den süßen Erdmännchen-Nachwuchs fotografisch festhalten können, Elefanten und Kattas sind wir auch begegnet. Im Bereich Rimba sind die Tiger zuhause, die ebenfalls sichtlich die Sonne genossen haben. 

Unser absolutes Highlight sind allerdings die Tropenhäuser „Bush“ und „Mangrove“. Man fühlt sich nicht wie in einem Zoo, sondern wirklich wie auf einer Safari durch den Urwald. Die Tiere leben scheinbar frei zwischen den Besuchern, alles ist verwinkelt und verschlungen angelegt, man kann exotische Pflanzen ebenso bestaunen wie kleine Eidechsen, Schmetterlinge und Vögel, die einem an wirklich jeder Ecke begegnen. Ein Paradies für Tier- und Naturfotografen! 

Wildlands Adventure Zoo

Am Wochenende stand ganz spontan ein Besuch im Wildlands Adventure Zoo in Emmen an. Von uns aus erreicht man den Zoo in gut 30 Minuten, also die Fotoausrüstung eingepackt und los geht es. Für mich war es der erste Besuch in dem 2016 neu eröffneten Zoo.

Direkt hinter dem Eingang öffnet sich ein großer Platz, von dem aus man sich für einen der drei großen Bereiche „Jungola“, „Serenga“ und „Nortica“ entscheiden kann. Wir haben mit dem „Jungola“ angefangen und wurden direkt von einem wunderschön angelegten Schmetterlingstempel empfangen. Wie in Tropenhäusern üblich, ist es sehr warm im Innern und die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch. Für Brillenträger und Fotografen befindet sich an den Eingangstüren zum Glück ein Föhn, mit dem man sein Equipment vor dem Beschlagen bewahren kann. Die Lichtverhältnisse in den Häusern sind recht schwierig zum Fotografieren, ich habe entweder im manuellen Modus fotografiert oder die Belichtungspriorität (Modus S bei meiner Nikon) ausprobiert. Wenn es schnell gehen muss, da sich die Tiere flink bewegen, hat mir dies einige Vorteile gebracht, da ich in dem Modus die Zeit vorgeben kann. So ist sichergestellt, dass die Tiere trotz Bewegung relativ scharf abgebildet werden können. Ein nachträgliches, dezentes Aufhellen ist ohne Probleme möglich, wenn man im RAW-Modus fotografiert. 

Nach dem Schmetterlingstempel windet sich der Weg unter freiem Himmel weiter durch den Zoo, man kommt am Elefantental und einigen Sitzgelegenheiten sowie Imbisständen vorbei, bevor es in das nächste große Tropenhaus geht. Hier leben viele Tiere, die sich auch recht frei zwischen den Besuchern bewegen können. In einer Ecke lassen sich Papageien füttern (Birdy Bush), in der nächsten lebt eine Gruppe Kattas in den Bäumen und während einer Bootsfahrt über den Rimbula River kommt man den Elefanten wirklich sehr nah. Zusätzlich gibt es einen Kletterpark unter dem Dach des Tropenhauses. Dort oben kann man sozusagen auf Augenhöhe mit den Gibbons klettern, wenn man Glück hat. Das Ganze hat sich bei dem vorherrschenden Klima übrigens als ziemlich anstrengend erwiesen…

Die Zeit im „Jungola“ verging wie im Flug, so dass wir leider anschließend nur noch den kleinen „Nortica“-Bereich besuchen konnten. Hier leben Humboldt-Pinguin, Seebären, Seelöwen, Schneeeulen und Eisbären. Auf dem Weg zu den Eisbären haben wir uns noch für eine Vorstellung im 4D-Kino angestellt. Das lohnt sich wirklich, die Geschichte ist nicht zu lang und grafisch hübsch aufbereitet. Da bei unserem Besuch in den Wildlands das Wetter auch nicht so schön war, hatten wir Glück und mussten nirgendwo viel anstehen. Der Zoo war wirklich nur mäßig besucht. Gerade zum Fotos machen ist das natürlich sehr angenehm, ich kann mir vorstellen, dass es bei gutem Wetter ziemlich voll in den Wildlands werden kann. 

Generell lässt sich sagen, dass der Wildlands Adventure Zoo in Emmen eine besondere Art Zoo ist. Wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen, um den letzten großen Bereich, die „Serenga“ zu besichtigen. Hier soll es eine Achterbahn geben und die Möglichkeit wie auf einer „richtigen“ Safari mit Bussen durch die Tiergehege zu fahren. Durch die liebevolle Landschaftsgestaltung und die riesigen Gehege für die Tiere und auch durch die zusätzlichen Attraktionen fühlt man sich eher wie in einem waschechten Freizeitpark und nicht wie in einem Zoo. 

Alle Bilder habe ich mit meiner Nikon D5300 gemacht. Die Übersichtsbilder im Jungola sind mit dem Sigma 10-20 mm 4-5.6 aufgenommen, für alle anderen Bilder habe ich mein Nikkor 55-300 mm  4.5-5.6 benutzt.

Jetzt geht es los…

…mit dem allerersten Blog-Eintrag! Für diesen Beitrag habe ich Euch ein Bild meiner Heimatstadt mitgebracht. Der Lemgoer Marktplatz zur Blauen Stunde. (Okay, es ist schon fast eine Nachtaufnahme, die Blaue Stunde war zum Aufnahmezeitpunkt schon so gut wie vorbei…) Das Bild ist letztes Jahr entstanden und es war tatsächlich auch das erste Mal, das ich mich an so einer Langzeitbelichtung versucht habe. Dafür bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden und schwierig war die Umsetzung auch nicht. Man benötigt einfach ein Stativ und eine Kamera, bei der man die Belichtungszeit gezielt einstellen kann. In diesem Beispiel habe ich 4 Sekunden bei ISO 100 und 17 mm Brennweite belichtet. Meine treue Begleiterin ist seit einiger Zeit die Nikon D5300, das Objektiv ist ein Sigma 17-70 mm, f2.8-4. Habt ihr schon Langzeitbelichtungen ausprobiert und Fotos zur Blauen Stunde aufgenommen?

 

Bis bald,
Eure Jenny