Wildlands Adventure Zoo

Am Wochenende stand ganz spontan ein Besuch im Wildlands Adventure Zoo in Emmen an. Von uns aus erreicht man den Zoo in gut 30 Minuten, also die Fotoausrüstung eingepackt und los geht es. Für mich war es der erste Besuch in dem 2016 neu eröffneten Zoo.

Direkt hinter dem Eingang öffnet sich ein großer Platz, von dem aus man sich für einen der drei großen Bereiche „Jungola“, „Serenga“ und „Nortica“ entscheiden kann. Wir haben mit dem „Jungola“ angefangen und wurden direkt von einem wunderschön angelegten Schmetterlingstempel empfangen. Wie in Tropenhäusern üblich, ist es sehr warm im Innern und die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch. Für Brillenträger und Fotografen befindet sich an den Eingangstüren zum Glück ein Föhn, mit dem man sein Equipment vor dem Beschlagen bewahren kann. Die Lichtverhältnisse in den Häusern sind recht schwierig zum Fotografieren, ich habe entweder im manuellen Modus fotografiert oder die Belichtungspriorität (Modus S bei meiner Nikon) ausprobiert. Wenn es schnell gehen muss, da sich die Tiere flink bewegen, hat mir dies einige Vorteile gebracht, da ich in dem Modus die Zeit vorgeben kann. So ist sichergestellt, dass die Tiere trotz Bewegung relativ scharf abgebildet werden können. Ein nachträgliches, dezentes Aufhellen ist ohne Probleme möglich, wenn man im RAW-Modus fotografiert. 

Nach dem Schmetterlingstempel windet sich der Weg unter freiem Himmel weiter durch den Zoo, man kommt am Elefantental und einigen Sitzgelegenheiten sowie Imbisständen vorbei, bevor es in das nächste große Tropenhaus geht. Hier leben viele Tiere, die sich auch recht frei zwischen den Besuchern bewegen können. In einer Ecke lassen sich Papageien füttern (Birdy Bush), in der nächsten lebt eine Gruppe Kattas in den Bäumen und während einer Bootsfahrt über den Rimbula River kommt man den Elefanten wirklich sehr nah. Zusätzlich gibt es einen Kletterpark unter dem Dach des Tropenhauses. Dort oben kann man sozusagen auf Augenhöhe mit den Gibbons klettern, wenn man Glück hat. Das Ganze hat sich bei dem vorherrschenden Klima übrigens als ziemlich anstrengend erwiesen…

Die Zeit im „Jungola“ verging wie im Flug, so dass wir leider anschließend nur noch den kleinen „Nortica“-Bereich besuchen konnten. Hier leben Humboldt-Pinguin, Seebären, Seelöwen, Schneeeulen und Eisbären. Auf dem Weg zu den Eisbären haben wir uns noch für eine Vorstellung im 4D-Kino angestellt. Das lohnt sich wirklich, die Geschichte ist nicht zu lang und grafisch hübsch aufbereitet. Da bei unserem Besuch in den Wildlands das Wetter auch nicht so schön war, hatten wir Glück und mussten nirgendwo viel anstehen. Der Zoo war wirklich nur mäßig besucht. Gerade zum Fotos machen ist das natürlich sehr angenehm, ich kann mir vorstellen, dass es bei gutem Wetter ziemlich voll in den Wildlands werden kann. 

Generell lässt sich sagen, dass der Wildlands Adventure Zoo in Emmen eine besondere Art Zoo ist. Wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen, um den letzten großen Bereich, die „Serenga“ zu besichtigen. Hier soll es eine Achterbahn geben und die Möglichkeit wie auf einer „richtigen“ Safari mit Bussen durch die Tiergehege zu fahren. Durch die liebevolle Landschaftsgestaltung und die riesigen Gehege für die Tiere und auch durch die zusätzlichen Attraktionen fühlt man sich eher wie in einem waschechten Freizeitpark und nicht wie in einem Zoo. 

Alle Bilder habe ich mit meiner Nikon D5300 gemacht. Die Übersichtsbilder im Jungola sind mit dem Sigma 10-20 mm 4-5.6 aufgenommen, für alle anderen Bilder habe ich mein Nikkor 55-300 mm  4.5-5.6 benutzt.